kreiszeitung magelsen, 30.8.2011
Der Film- und Theaterschauspieler Sebastian Faust und seine Frau Anna, ebenfalls diplomierte Schauspielerin, lasen im Café aus verschiedenen Werken bekannter Schriftsteller. Was die beiden Hamburger „Ganzkörperlesung“ nennen und schon an vielen Orten geboten haben, zog auch die Besucher in Magelsen in ihren Bann: Diesmal waren es „Geschichten zum Sommer, die nur zur Erheiterung dienen“, sagte Faust: „Weil wir den ganzen Sommer gelitten haben“ – unter dem Wetter natürlich.
So wie in der Geschichte von Guy de Maupassant über „Das Gewächshaus“ lasen die beiden im Dialog mit verteilten Rollen. Fausts sonore Stimme hauchte beispielsweise der Poetik von Arno Holz’ „Morgendlichem Rosenstrauß“ Leben ein. „Wir stellen die Texte immer individuell zusammen. Sie werden bei uns nie eine Lesung zweimal hören“, verriet der Schauspieler.
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Lesung
Orte erwecken Sehnsüchte
Heiligenhaus, 03.06.2011, Redaktion Heiligenhaus
Foto: privat
Heiligenhaus. Ihre
Texte waren eigens für die Neanderland Biennale zusammengestellt: Das
Hamburger Schauspieler-Ehepaar Anna und Sebastian Faust las unter dem
Motto „Wer die Sehnsucht kennt“ im Heiligenhauser Museum Abtsküche.
Wie
schon zur ersten Biennale-Veranstaltung „Ganz oder gar nicht“ in der
IKG-Aula (die WAZ berichtete), waren auch hier zahlreiche Zuhörer
gekommen, um die Sehnsucht nach Dingen wie Eiscreme, Meer, Liebe oder
gar einem anderen Leben mitzuerleben. Diese und viele andere Sehnsüchte
brachten beide Schauspieler den begeisterten Zuschauern quicklebendig,
mit wechselnden Parts und vollem Körpereinsatz, zu Gehör. Die Sehnsucht
nach Orten spielte in vielen Texten eine Rolle, so auch bei Kurt
Tucholsky, der sich nach Paris wünscht.Und von Paris war es nicht weit
zum Thema „Liebe“.
Überraschende Pointen
Die
Lacher hatten Anna und Sebastian Faust mit überraschenden Pointen bei
Auszügen aus René Goscinnys „Der kleine Nick“ auf ihrer Seite. Ein
Auszug aus Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ durfte nicht fehlen,
und Anna Faust las einfühlsam den Dialog zwischen der Elbe und
Kriegsheimkehrer Beckmann. Das Publikum forderte Zugaben und so gab es
Zungenbrecherisches vom Schneesee und der Rhabarber-Barbara.

Ankündigung für den 10. September in Oberhausen
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3. Oberhausener Kulturnacht - SCHLAFLO.S
Lesung
- Sebastian und Anna Faust

Ort: Büchereizelt am Altmarkt, Oberhausen
Showtime: ca.
21:30 Uhr
Wie kenn ich den nicht?
Genau, der
Schauspieler Sebastian Faust gehört zum Kreis des Erfolgsstücks
„Ganz oder Gar nicht“ im Ebertbad. Abseits seiner Stripperkarriere
arbeitet er in Theatern in Hamburg, dreht für das Fernsehen und liest
zusammen mit seiner Frau Anna, die ebenfalls studierte Schauspielerin
ist. Sie nennen das „Ganzkörperlesungen“ und der Zuhörer darf gespannt
sein was das bedeutet.
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Der Star-Gast des Abends, Schauspieler Sebastian Faust, war extra
aus Hamburg angereist, um das Jubiläum mit seiner sonoren Stimme
klangvoll zu begleiten. Er unterhielt die Gäste unter anderem mit der
spannenden Firmengeschichte von c-line Mediensysteme. Highlight war
seine Vorlesung aus dem Jules Verne Epos „20.000 Meilen unter dem Meer“.
Technik für die Sinne – einmal anders.
(von der Webseite c-line.de aus München)
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“Kongenial Anna und Sebastian Faust mit Texten von Heinrich Heine, Joachim Ringelnatz, Heinz Erhardt bis hin zu Thomas Manns "Meerfahrt" aus "Don Quichote" und Passagen aus "Der kleine Nick" von René Goscinny, wunderbar im Dialog gelesen. Auch sie unterstrichen die Dramatik der Texte mit klaren Gesten, lasen Komisches im Duett und schnitten bei schnurrigen Passagen, beispielsweise von Robert Gernhardt, schon mal gediegene Grimassen. Da capo!
Hamburger Abendblatt vom 18.6.2008
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Hof Schümann
Weihnachtliche Geheimnisse in Liedern und Geschichten
Von Heike Linde-Lembke 8.
Dezember 2009, 06:00 Uhr
Weihnachtsstimmung
auf der Bauerndiele. Opernsänger Jörn Schümann und das Schauspieler-Ehepaar
Anna und Sebastian Faust zauberten dieses heimelige Gefühl von weihnachtlichen
Geheimnissen, von Weihnachtsbäckerei und Engel-Abenteuern auf Hof Schümann in
Ellerau.
Ellerau. Jörn
Schümann sang Weihnachtslieder, das Ehepaar Faust las wieder aus Werken ihrer
Lieblingsdichter. Der Kinderbuchautor René Goscinny gehört dazu, ebenso der in
Norddeutschland relativ unbekannte Jochen Malmsheimer (48) aus Essen - ein
Autor, dessen Geschichten von aberwitzigen, zuweilen albernen Übertreibungen
leben. Aber das Ehepaar Faust ließ auch gute Bekannte wie Joachim Ringelnatz,
Heinz Erhardt, Robert Gernhardt, wie James Krüss, Rainer Maria Rilke und Mascha
Kaléko auftreten.
Auf eine feine
Weise traf Anna Faust in Kalékos "Der Winter" und "Advent"
den lakonischen, zwischen kindlicher Freude und tiefer Traurigkeit schwankenden
Ton der Dichterin. Ohnehin legte sie eine gute Portion anteilnehmendes Gefühl
in ihre Rezitationen, während Ehemann Sebastian Faust eher auf Lausbuberei
abonniert ist. Beide jedoch weisen sich durch angenehme Sprechkultur und tiefe
Kenntnis ihrer Texte aus. So dosierte Sebastian Faust die Übertreibungen in der
skurrilen "Weihnachtsgeschichte bei Malmsheimers" häppchenweise und
machte die abstruse Geschichte dadurch bekömmlicher. Zum Höhepunkt gelangen ihm
im ersten Teil Astrid Lindgrens zu Herzen gehende Geschichte "Pelle zieht
aus" und der Klassiker "Das Weihnachtsgeschenk" von O'Henry, ein
heiter-nachdenkliches Kontrastprogramm, das Faust mit Ehefrau Anna im Duo
bewusst inszenierte. So konnte Besinnlichkeit nicht in Gefühlsduselei ausarten,
sondern wurde mit Heiterkeit aufgefrischt.
Ohnehin war das
Programm gut austariert. Einmal wurden als Spannungspunkt gute Gegenpole
gesetzt, zum anderen entstand durch die Auswahl von Lesestücken und Liedern
eine innere harmonische Stimmung.
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Hamburger Abendblatt vom 20.11.2009:
Adventskonzerte auf der Diele
20. November 2009, 06:00
Uhr
Kurzgeschichten
und Gedichte von Erich Kästner, Selma Lagerlöf, René Goscinny und
traditionelle Weihnachtslieder stehen auf dem Programm der
Adventskonzerte am Sonntag, 6. Dezember, 15 Uhr und 20 Uhr, auf der
Diele des Hofs Schümann am Hellhörn 13 in Ellerau.
Ellerau. Hausherr
und Opernsänger Jörn Schümann (Bass-Bariton) singt Weihnachtslieder.
Schümann ist Ensemble-Mitglied der Deutschen Oper Berlin. Am Klavier
begleitet Achim Werner, Organist und Kantor der Kirchengemeinde
Schmalfeld.
Die Rezitationen übernimmt das
Schauspieler-Ehepaar Anna und Sebastian Faust aus Hamburg. Das Duo ist
international mit seinen Lesungen erfolgreich, beispielsweise mit einer
Theaterlesung bei der Neanderland Biennale in Heiligenhaus. Zuletzt war
Sebastian Faust in Hamburg in "Best of Loriot" im Theater in der
Basilika und in der ZDF-Produktion "Rote Rosen" zu erleben. Vor dem
literarischen Konzert bietet Marlene Galliard wieder delikate Snacks
und Getränke.
Karten fürs Konzert zu 18 Euro gibt es unter
Tel. 04106/76 13 02, per E-Mail unter info@hofschuemann.de, bei Elektro
Bollmann, Steindamm 1 in Ellerau und Restkarten an der Abendkasse.(lin)
Neanderland-Biennale

Lesung mit vollem Körpereinsatz
„Schauspieler
haben nichts, außer sich selbst und ihre Eitelkeit.” Sagte einst Heinz
Erhard. Aber bei Anna und Sebastian Faust lag er damit falsch. Das Paar
brachte am Freitagabend ein ganz neues Konzept mit nach Heiligenhaus –
die Ganzkörperlesung.
Im Rahmen der Neanderland-Biennale und unter dem Motto „Alles Theater”
lasen die beiden Diplomschauspieler im Museum Abtsküche komödiantische
Texte rund um die Bretter, die die Welt bedeuten. Mit verteilten
Rollen, voller Emotion und mit passender Mimik wurden die beiden
Hamburger regelrecht zu Protagonisten der Geschichten von Loriot,
Tucholsky und Co.
In der zweistündigen Lesung gaben sie kleine Einblicke in ihren Beruf,
der voller Klischees steckt – wie dem von der alternden Diva: Die
versucht mit Hochprozentigem ihren Frust über die jüngere Konkurrenz
einfach runterzuspülen. Wild gestikulierend übernahm Anna Faust diesen
Part in einem Text von Woody Allen, regte sich über schlechte
Rollenangebote auf und meckerte über junge Kollegen.
Komödiantisches Talent voll ausgespielt
Wer kann Schauspieler so schlecht machen, dass niemand sie mehr
engagieren möchte? Kritiker! Dass die aber auch gern mal
danebengreifen, bewies das literarische Duett mit historischen
Kritiken: Wer würde heute noch behaupten wollen, dass Puccinis La
Bohème „dumm und inkonsequent” sei oder Strauss „wenig Talent hat,
dafür aber unverschämt ist”?
Kein Fehlgriff war Loriots unvergessener „Garderoben”-Sketch: Frau weiß
nicht, welches Kleid sie zum Theaterbesuch anziehen soll; Mann ist
schon so genervt, dass er bei jeder Stoffvariante bloß zustimmend nickt
– in diesen Rollen konnten Anna und Sebastian Faust ihr komödiantisches
Talent voll ausspielen.
Und was machen Schauspieler, wenn sie nicht auf der Bühne stehen?
Rumsitzen und Däumchendrehen? Mitnichten: Nach einer langen Fahrt ins
Nirgendwo endlich im Hotel ankommen, folgen Soundcheck, Essen,
Auftritt, schnell noch ein paar Drinks – und der Aufbruch zum nächsten
Spielort. Wo der liegt? Das lasse sich meist nur mit einem Achselzucken
beantworten.
Dass sie Station in Heiligenhaus gemacht haben, belohnte das Publikum
mit viel Applaus, auf den zwei Zugaben folgten. Um es mit den Worten
des kleinen Nick zu sagen, einer Figur von Asterix-Erfinder René
Goscinny: „Theater ist das Schönste auf der Welt.” Besonders wenn es so
leidenschaftlich umgesetzt wird.